Bericht Weihnachtsfeier 2013 - Bericht Heilbronner Stimme PDF Drucken
Montag, 24. Februar 2014 um 16:31

 

Tanz, Turnen und Theaterspaß

Rund 330 Besucher waren zur Winterfeier des Turnvereins Hausen gekommen – die gute Resonanz freute nicht nur Vereinsvorsitzenden Friedemann Reiner, sondern auch die Akteure. Erstmals wurde an eine alte Tradition angeknüpft und mit dem Sportclub Ilsfeld ein Gastverein ins Programm einbezogen. Neben den Traditionsgruppen wie den Laienspielern begeisterte auch der TV-Nachwuchs das Publikum.

Akrobatik – Mit dem Otto Walkes-Song "Ein Zwerg ist größer als man glaubt", zeigten die Zwerge aus Ilsfeld beeindruckende Turnakrobatik im Zwergenland. "Dance4Fun", die zehn Mädels der Nachwuchsgruppe im Bereich Jazztanz, hatten so einen gelungenen Auftritt, dass mancher nun hofft, dass die ein- oder andere der jungen Frauen bald in die Fußstapfen der Dance Company treten. Die Dance Company selbst verführte die Besucher mit prickelnder Tanzerotik und der Filmmusik "Der große Gatsby" in die Welt des Varietés mit "Show me how you Burlesque" und ihre Stuhltanz. Aufreizende Glitzerkostüme, eine exzellente Show und Musik begeisterten nicht nur das männliche Publikum.

"Drums Shows" gab es schon oft in unterschiedlichen Varianten. "Drums alive" ist ein geschütztes Programm, das nur ausgebildete Trainer anbieten dürfen, so wie Karin Hönnige vom TV. Dabei zeigten die TV-Kursteilnehmer und die Übungsleiter des Vereins bei der Super-Rhythmik-Show mit Bällen eine einfach scheinende Bewegungsmusterzauberei.

Der Schwebebalken ist für viele Turner der Zitterbalken schlechthin. "No Names" präsentierte darauf eine eigene Choreographie. Luisa Christ, Tamina Meidinger und Emilie Wenz bewiesen Mut und Stehvermögen.

Hatten die männlichen Besucher mit der Dance Company-Darbietung riesigen Spaß, waren beim Auftritt der Men's Company die weiblichen Besucher dran. In langen Unterhosen, Feinripp mit Eingriff waren es die AH-Fußballer, die mit ihrem Tanz zu "Marmor Stein und Eisen bricht" in einem interessanten Bewegungsmuster versuchten darzustellen, welches der schwarzen und weißen Hosenbeine zu wem gehört.

Der Hausener Wilfried Keller hat mit "d' Agathe kommt" wieder einmal ein Theaterstück für die Winterfeier geschrieben. Lokalkolorit, wie er überall thematisiert werden könnte, wurde dafür entworfen und mit den Laienschauspielern in Szene gesetzt.

Spekulationen – Alles spielte sich im Gasthaus Hirsch ab. Agathe Kennedy (Susanne Tabellion) hatte hier drei Zimmer gemietet. Sowohl Anton Bebbele, der Wirt des Gasthofes (Wilfried Keller) und auch seine Frau Klara (Tamara Totzl-Schäufele) stellten sich die Frage, wer ist diese Agathe, und was will sie in Hausen? Ihre "Vorausgesandte" Selma von Bortental (Regina Blatt) verriet gegenüber Bürgermeister Max Sonnenschein, dem Debütanten Jörn Benscheid, doch zu viel vom Vorhaben ihrer Chefin. Sie komme wegen Grundstückskäufen nach Hausen. Da reagierte der Schultes gleich und wollte mit dem schnellen Ankauf infrage kommender Grundstücke Geld machen. Doch das ging kräftig in die Hose. Denn es gab auch noch den nicht gerade trinkfesten Oberförster Peter Müller (Manfred Umbach). Ausgerechnet in ihn verliebte sich Agathe, und alle Spekulationen waren vergessen. Der Bürgermeister war ruiniert. Dies interessierte weder seinen aufmüpfigen Sohn Moritz (Frank Staiger), noch die in ihn verliebte Tochter des Gasthaus-Wirts Linda (Petra Rath). Sie durfte die wohl schönste Liebeserklärung in Gedichtform anhören, die der Stückeschreiber je zu Papier gebracht hatte.